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Helfen statt Hamstern

Wer in der Coronazeit Hilfe braucht oder selbst Hilfe anbieten möchte, kann dies über die Initiative „Helfen statt Hamstern“ tun.

 

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Ein See und ein Ufer

Wir befinden uns in der Zeit nach Ostern. Sie alle kennen Geschichten, die von der Auferstehung berichten. Frauen und Männer aus dem Umkreis von Jesus erzählen sie. Nichts Gewaltiges, Öffentliches spielt sich ab. Von stillen Menschen und was ihnen widerfährt ist die Rede.

Eine Geschichte, die wir im Johannes-Evangelium finden, ereignet sich erst Tage oder Wochen nach Ostern. Die Fischer, die Jesus unter seine Jünger berufen hatte, waren nach den schrecklichen Tagen von Jerusalem zurückgekehrt an ihre frühere Arbeit auf dem See Genezareth in Galiläa.

 

 

Altar und Altarraum

 

21 Später zeigte sich Jesus seinen Jüngern noch einmal am See von Tiberias.

Das geschah so: Einige von ihnen waren dort am See zusammen – Simon Petrus, Thomas, der auch Zwilling genannt wurde, Natanael aus Kana in Galiläa, die Söhne von Zebedäus und zwei andere Jünger.

Simon Petrus sagte zu den anderen: „Ich gehe fischen!“

„Wir kommen mit“, sagten sie. Gemeinsam gingen sie zum See und stiegen ins Boot. Aber während der ganzen Nacht fingen sie nichts.

Es wurde schon Morgen, da stand Jesus am Ufer.

 

 

Die Jünger wussten aber nicht, dass es Jesus war.

Er redete sie an: „Kinder, habt ihr nicht ein paar Fische?“

„Nein, keinen einzigen!“, antworteten sie.

Er sagte zu ihnen: „Werft euer Netz an der rechten Bootsseite aus! Dort werdet ihr welche finden.“

Sie warfen das Netz aus und fingen so viele Fische, dass sie das Netz  nicht ins Boot ziehen konnten. Der Jünger, den Jesus besonders lieb hatte, sagte zu Petrus: „Es ist der Herr!“

Als Simon Petrus das hörte, warf er sich das Obergewand über, band es hoch und sprang ins Wasser. Er hatte es nämlich zum Arbeiten abgelegt.

Die anderen Jünger ruderten das Boot an Land – es waren noch etwa hundert Meter – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.

Als sie an Land gingen, sahen sie ein Holzkohlenfeuer mit Fischen darauf, auch Brot lag dabei. Jesus sagte zu ihnen: „Bringt ein paar von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!“

Simon Petrus ging zum Boot und zog das Netz an Land. Es war voll von großen Fischen, genau hundertdreiundfünfzig. Aber das Netz riss nicht, obwohl es so viele waren.

Jesus sagte zu ihnen: „Kommt her und esst!“

Keiner von den Jüngern wagte zu fragen: „Wer bist du?“ Sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat zu ihnen, nahm das Brot und verteilte es unter sie, ebenso die Fische.

Dies war das dritte Mal, dass sich Jesus seinen Jüngern zeigte, seit er vom Tod auferstanden war.
(Johannes 21, 1-14)